Sonntag, 31. März 2013

Kambodscha - das Fazit



Die fünfte Station unserer Reise ist vorbei. Wir waren nur eine Woche im Land der Khmer, natürlich zu kurz um die Menschen und ihre Gepflogenheiten besser kennenzulernen, aber trotzdem lässt sich ein Fazit ziehen, das (wie sonst eigentlich auch) weniger Urteil als viel mehr Spiegel unserer Eindrücke sein soll. Das mit etwa 14 Mio. Einwohnern dünn besiedelte Kambodscha hat uns zwei verschiedene Gesichter gezeigt. So waren die Tage in Phnom Penh mit dem düsteren Erbe der roten Schreckensherrschaft aus den 1970er Jahren überschattet, während uns im Dschungel von Angkor der erhebende Stolz und die Pracht eines vergangenen Großreiches umgab. Wer mehr Zeit mitbringt, auf den wartet das Land dazwischen.


Hier unser Kambodscha in 6 Stichpunkten:

TukTuk-Fahrer. Sie säumen die Straßen von Phnom Penh oder warten in ihrer heimlichen Hauptstadt Siem Reap. Obwohl man von der immer wiederkehrenden Frage „Hello, TukTuk?“ oder einfach nur „TukTuk?“ schnell genervt ist, gibt es eigentlich kein besseres Verkehrsmittel, um im kühlen Fahrtwind die heißen Städte zu besichtigen.


Wir hatten nur US-Dollar und kaum Riel im Geldbeutel. Das lag daran, dass an allen Geldautomaten nur US-Dollar ausgezahlt wurden. In Phnom Penh und in Siem Reap und in allen Haltestellen unterwegs waren alle Preise auch nur in Dollar angegeben. Zu unserer Überraschung war der US-Dollar also die faktische Erstwährung des Landes. Ein paar Riel-Scheine konnten wir dann doch ergattern: als Rückgeld für Beträge unter 1 $.


Pol Pot und seine Roten Khmer. Das bis heute noch nicht verheilte Leid, das der ehemalige Lehrer und seine Anhänger über das kambodschanische Volk gebracht haben.


Ein Land der Extreme. Zumindest was das Busfahren anbelangt. Wir kamen in den Genuss von „affordable luxury“, der besten Busfahrt unserer bisherigen Reise, nur um vier Tage später als „Gold VIP“-Kunden wieder in die Untiefen des südostasiatischen Transportwesens zu blicken.


Kambodscha ist das Reich von Angkor. Die Khmer-Könige hinterließen ihren Nachfahren architektonische Meisterwerke im tropischen Dschungel.


Wie wir das Land bereist haben: zu viert. Es hat Spaß gemacht, mit anderen den Reisealltag zu teilen.


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